Liebe Frau Braendle, (zur Info an Frau D'Ambrosio und Herr Lüber)
Wie ich aus Ihrem unteren Email verstehe, habe ich anscheinend Ihre Geduld überschritten. Ich bitte Sie vielmals um Entschuldigung. Bitte erlauben Sie mir noch eine kurze Erklärung. Manchmal ist es einfach schwierig als Konsumentin, besonders wenn ich in einer Rolle arbeite, die anderen Leuten guten Rat geben sollte. Ich möchte mit ganzem Herzen hinter meinen Empfehlungen stehen.
Ich habe tatsächlich Ihren Satz vom 19. Januar durch die Verwirrung von verschiedenen Emails vergessen. Er lautet "Bei den bei COOP verkauften Thunfischkonserven werden allerdings keine Thunfische verarbeitet, die bedroht sind. Hier liegt die Problematik ganz klar bei den problematischen Fangmethoden."
Warum habe ich das vergessen? In dem Bericht von Oceancare, dessen Website die Sie mir empfohlen haben, steht: "Viele Arten, darunter auch Thunfische sind vom Aussterben bedroht." Aber später steht doch noch, "Dolphin Safe hat zur Verlagerung des Fangs von überfischten Gelbflossenthunfisch zum Skipjack-Thunfisch (Bonito) geführt, dessen Bestände gemäss wissenschaftlichen Gremien und auch der FAO ökologisch nachhaltiger befischt werden können.
Also, möchte ich meinen Vorwurf das COOP bedrohte Tierarten verkauft zurückziehen... obwohl, ich den Satz von Oceancar "der Konsum von Thunfischprodukten wie auch von Meerfischen generell kritisch ist, denn die Ozeane sind akut überfischt", nicht vergessen werde. Keine Sorgen, ich habe von Ihren vielen Emails und Briefe verstanden, dass COOP sich fest einsetzt, um diese Problematik zu konfrontieren, und das freut mich sehr.
Die Problematik mit der WWF Anerkennung hat mir Frau D'Ambrosio erklärt im unteren Email (nach dem Email von Frau Brändle). Sehen Sie, ich habe mich immer gefragt, warum lehnte WWF diese Marke ab. Wenn Oceancare sagt, dass die Fangmethoden gut sind, dann muss es daran liegen, dass der Thunfisch bedroht ist. Jetzt erklärte WWF, dass es doch an den Fangmethoden liegt. Scheinbar ist der WWF nicht zufrieden mit den Standards der European Dolphin Safe Monitoring Organisation.
Jetzt ist meine Frage beantwortet bezüglich Thunfisch. Weil ich SEHR auf WWF Standards vertraue, trotz der guten Arbeit von Oceancare und mitwirkenden Organisationen, ich werde weiterhin meinen Patienten GEGEN der Kauf von Thunfischkonserven raten. Ich freue mich auf der Arbeit zwischen COOP und WWF, die diese Situation hoffentlich lösen wird.
Tut mir leid, dass ich so mühsam bin. Trotzdem, vielen Dank für Ihre Zeit.
Tanya Schmid
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Guten Tag Frau Schmid
Wie wir Ihnen bereits in unserem Brief vom 19. Januar 2007 in Absatz 4 mitgeteilt haben, werden für die von Coop verkauften Thunfischkonserven keine Thunfische verarbeitet, die bedroht sind.
Ebenfalls haben wir in unserem letzten Schreiben vom 13. April 2007 erwähnt, dass Coop zusammen mit WWF eine Strategie für ein nachhaltiges Fischangebot erarbeitet. Dieses umfasst einerseits die auch bisher verfolgten Strategien, Ausbau von Biozuchtfisch und MSC. Zur Zeit gibt es noch keine Zucht für Thunfische und auch keine Thunfischfischerei, welche MSC zertifiziert ist.
Wir haben Ihnen nun bereits mehrere Male ausführlich und detailliert bezüglich Thunfisch, Überfischung etc. geantwortet und können unseren Ausführungen zu diesem Thema nun nichts mehr hinzufügen. Wir danken für Ihr Verständnis.
Für andere Anliegen oder Anregungen stehen wir Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.
Freundliche Grüsse
Sabine Brändle
Coop
Konsumentendienst
Postfach
2550
4002
Basel
Tel. 061 336 67
15
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Liebe Frau Schmid
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne nehmen wir Stellung zu Ihrer Frage:
Warum lehnte der WWF Schweiz den Dialog über Dolphin Safe ab? Um was geht es hier eigentlich?
Dolphin Safe zeichnet Thunfisch aus thunfischfreundlichem Fang aus. Die gelabelten Produkte stammen aus Gebieten, in denen Delphine nicht gemeinsam mit Thunfischen vorkommen und/oder mit Techniken gefangen wurden, bei denen der Delphinbeifang kein Problem ist. Das Label garantiert aber weder die Reduktion von anderem Beifang (z.B. Haie) noch, dass der Thunfisch aus nicht überfischten Beständen stammt. Zudem fehlt eine unabhängige Kontrolle sowie Tranparenz über die Labelvergabe und es existiert kein institutionallisierter Dialog mit der Öffentlichkeit.
Im Anhang sende ich Ihnen unseren Hintergrundbericht "Labels für Lebensmittel" (pdf) auf den Seiten 34-37 finden Sie noch mehr Informationen dazu.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse. Der Natur- und Umweltschutz braucht Menschen wie Sie.
Freundliche Grüsse
Andrea D'Ambrosio
WWF Schweiz
Service Center
Tel.: ++41 (0)
44 297 22 89
mailto:andrea.dambrosio@wwf.ch
Internet: http://www.wwf.ch
Spendenkonto
WWF: 80-470-3
Von:
hansjakob schmid [mailto:hansjakob.tanya@tele2.ch]
Gesendet: Mittwoch, 18. April 2007
16:44
An: Brändle Sabine; slueber@oceancare.org; service@wwf.ch
Betreff:
Sehr geehrte Frau Brändle von COOP Konsumentendienst, sehr geehrte WWF Mitarbeiter, sehr geehrter Herr Lüber von Oceancare
Schon wieder bitte ich Euch mein schlechtes Deutsch zu entschuldigen.
Ich habe die Empfehlung von Frau Brändle gefolgt und bei www.oceancare.org nachgeschaut. Danach habe ich netterweise den folgenden Brief von Herr Lüber erhalten. Ich habe die Stellungnahme von OceanCare zur Garanti "Dolphin Safe" gelesen.
So wie ich es verstehe, werden keine Delphine getötet beim Thunfischfang mit diesem Label. Aber weil Thunfische (und andere Meeresfische) vom Aussterben bedroht sind, werde ich meinen Patienten empfehlen KEIN Thunfisch einzukaufen.
Ich habe folgende Fragen an Euch alle:
1) Können Thunfische nicht in sogenannten Fish-Farms gezüchtet werden?
2) Warum lehnte der WWF Schweiz den Dialog über Dolphin Safe ab? Um was geht es hier eigentlich?
3) Warum verkauft COOP Produkte von bedrohten Tieren? Wir haben doch genug anderes zum Essen. Die Welt geht nicht unter, wenn wir keinen Thunfisch mehr essen. Auch Leute mit wenig Geld für Fleisch werden wegen dem nicht verhungern. Aber die Mehrheit des Publikums (meine Patienten, zum Beispiel) haben KEINE AHNUNG, dass Thunfische ernsthaft bedroht sind, und kaufen dann weiterhin Thunfisch. Ich erwarte von beliebten Produzenten wie COOP, dass sie uns informieren und auch schützen von solchem fehlerhaften Verhalten. Geht es hier nur um die Konkurrenz mit der Migros? (Quasi wenn wir nicht Thunfisch haben, gehen alle zu der Migros?) Dann müssen wir auch mit der Migros handeln.
Ich bedanke mich bei Euch allen, weil ich weiss, da "die Guten" sind und grossen Wert legen auf Umweltschutz. Ich bitte Euch, noch besser zusammen zu arbeiten bei diesem Thema.
Thank you so much for your time.
Tanya Schmid
www.wkakupunktur.ch
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Guten Tag Frau Schmid,
herzlichen Dank für Ihre Anfrage betreffend der Garantiemarke "Dolphin-Safe". Das Dolphin-Safe Label garantiert, dass beim Fang von Thunfisch, keine Delphine zu Schaden kommen. Die Kriterien für das DOlphin-Safe Label finden Sie auch in unserer Stellungnahme auf die Bewertung durch den WWF in der neuen Labelbroschüre. Sehen Sie dazu: http://www.oceancare.org/de/thementiere/dolphin_safe/dolphin_safe_23_11_2006.php?kat=dolphin_safe
Wir empfehlen wo immer möglich auf Thunfischprodukte zu verzichten, und falls dies nicht geht, wenigstens Dolphin-Safe Thunfisch-Produkte zu konsumieren.
Da die Meere grundsätzlich überfischt sind, wäre es gut, wenn Sie Ihren Klienten empfehlen würden, auf den Konsum von Meerfisch zu verzichten, oder zumindest nur garantiert zertifizierten Fisch (Fair Fish, Friends of the Sea oder MSC) zu konsumieren. Mehr Infos zum Fischkonsum finden Sie auf http://www.oceancare.org/de/cybernews/2007/03/Fisch_auf_dem_Ostertisch.php oder auf www.fair-fish.ch.
Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen hiermit etwas weiterhelfen konnte.
Freundliche Grüsse
Sigrid Lüber
OceanCare
Sigrid Lüber, Präsidentin
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OceanCare engagiert sich seit 1989 dafür, dass sich die Lebensbedingungen für Wale, Delphine und Robben verbessern. Die Gefahren, denen die Meeressäuger ausgesetzt sind, nehmen massiv zu. Die Ozeane, Lebensraum einer Vielzahl faszinierender Tiere und Pflanzen, sind in Gefahr: Jagd, Überfischung, Lärm und Umweltzerstörung bedrohen die Zukunft der Tiere und auch unsere. Mit Forschungsprojekten, Petitionen, Umweltbildungs- und Informationskampagnen und politischem Engagement verschafft sich OceanCare Gehvr und bringt Veränderungen in Gang.